Die Geldstrafen für die Verletzung der Anmeldeverpflichtung für Bargeld sind mit 1.1.2013 verdoppelt worden, sie betragen nunmehr bei vorsätzlicher Begehung € 100.000, bei Fahrlässigkeit € 10.000.

Zum Hintergrund: Der Bargeldtransport in und aus der EU ist ab einer Summe von € 10.000 deklarationspflichtig. Wer also etwa aus Liechtenstein nach Österreich einreist und mehr als € 10.000 in bar einführt, muss diese Summe den österreichischen Behörden anzeigen. Wer den Bargeldbetrag nicht anmeldet, muss mit der Beschlagnahme und dem Verfall des Geldbetrages und darüber hinaus mit einer Geldstrafe rechnen.

Dies ist in der EU-Verordnung „über die Überwachung von Barmitteln, die in die Gemeinschaft oder aus der Gemeinschaft verbracht werden“ vom 26. Oktober 2005 (wirksam ab 15. Juni 2007) geregelt. Die Anmeldung muss genaue Angaben zum Anmelder (jene Person, die das Bargeld über die Grenze bringt), zum Eigentümer und zum Empfänger der Barmittel enthalten. Höhe und Art der Barmittel, Herkunft und Verwendungszweck, Reiseweg und Verkehrsmittel müssen detailliert angegeben werden.

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