Mit 1.1.2013 sind die Bestimmungen über die Immobilienertragsteuer sowie die Bestimmungen über die Mitteilung und Selbstabrechnung der Immobilienertragsteuer durch Parteienvertreter in Kraft getreten. Demnach sind bei Grundstücksveräußerungen seit dem 1.1.2013 Parteienvertreter (Notare und Rechtsanwälte, nicht hingegen Wirtschaftstreuhänder), die eine Selbstberechnung der Grunderwerbsteuer vornehmen, dazu verpflichtet, gleichzeitig die Immobilienertragsteuer zu berechnen und diese der Finanzbehörde zu melden und auch zu entrichten.

Von der zwingenden Selbstberechnung sind Parteienvertreter nur in folgenden Fällen befreit:

    • bei Vorliegen einer Steuerbefreiung (z.B. Hauptwohnsitzbefreiung),

 

    • bei Zufluss des Kaufpreises voraussichtlich später als ein Jahr nach Abschluss des Verpflichtungsgeschäftes,

 

    • wenn bei der Veräußerung von Betriebsgrundstücken die stillen Reserven übertragen oder einer Übertragungsrücklage zugeführt werden,

 

    • bei Leistung des Veräußerungserlöses in Form einer Rente oder

 

  • bei Veräußerung des Grundstückes im Rahmen einer Zwangsversteigerung.

Wird vom Parteienvertreter keine Immobilienertragsteuer berechnet und abgeführt, ist der Abgabepflichtige seinerseits verpflichtet, eine besondere Vorauszahlung in Höhe von 25 % der Bemessungsgrundlage zu entrichten. Diese Vorauszahlung ist bis zum 15. des auf den Kalendermonat des Zuflusses zweitfolgenden Kalendermonats zu leisten.

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